Im Zuge des Projektes „Aufbau MINT“ wurde das Thema naturwissenschaftlicher und technischer Bildung in der Region erstmals gezielt aufgegriffen. Im Rahmen der Initiative „Familienfreundliche Region“ wurde vorgeschlagen, dieses Angebot auch in Betreuungseinrichtungen auszuweiten. Mehrere Einrichtungen signalisierten großes Interesse, da die Bedeutung früher naturwissenschaftlicher Bildung – insbesondere bereits im Kindergartenalter – als sehr hoch eingeschätzt wird. Aktuell gibt es in der Region keine Möglichkeit, mit Kindern im Vorschulalter Museen oder ähnliche Einrichtungen mit Experimentiercharakter zu besuchen. Vier Gemeinden – Schwendt, Ebbs, Thiersee und Kufstein – wollen hierzu in ihren Einrichtungen einen Schwerpunkt legen.
Projektziel:
Ziel des Projektes ist der Aufbau von Forscherräumen in bestehenden Elementarbildungsbereichen (Kindergärten, Kinderkrippen) in der Region. Diese Forscherräume sollen den Kindern die Möglichkeit geben, frühzeitig naturwissenschaftliche und technische Phänomene spielerisch zu erforschen. Darüber hinaus ist eine Vernetzung mit bereits vorhandenen MINT-Strukturen in Tirol und im restlichen Österreich geplant, um von bestehenden Konzepten zu profitieren und Synergien zu nutzen. Eine kontinuierliche fachliche Betreuung soll langfristig die Qualität und Nachhaltigkeit des Projektes sichern.
Mehrwert & Nachhaltigkeit:
Das Projekt schafft eine zukunftsweisende Grundlage für frühe MINT-Bildung in der Region und trägt damit zur Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit bei. Indem Kinder schon im Kindergarten mit naturwissenschaftlich-technischen Themen in Berührung kommen, wird ein nachhaltiges Interesse an diesen Bereichen geweckt. Gleichzeitig wird das pädagogische Personal befähigt, MINT als selbstverständlichen Bestandteil im Alltag zu verankern. Die Verbindung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sichert langfristige Wirksamkeit, denn die Kinder lernen früh, Zusammenhänge zwischen Natur, Technik und ihrem eigenen Handeln zu verstehen. Die etablierten Labore, Materialien und Fortbildungsstrukturen bilden dabei eine tragfähige Basis für eine dauerhafte Verankerung des Projekts im Bildungssystem der Region.