Das Tiroler Unterland, insbesondere das Inntal, steht vor der Herausforderung, seine Energieversorgung nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten. Analysen aus E-KUUSK und der Machbarkeitsstudie Biogas zeigen, dass erhebliche ungenutzte Potenziale in der Verwertung von Gülle und industriellen Lebensmittelabfällen bestehen. Gleichzeitig steigen die Energieanforderungen von Gemeinden, Privathaushalten und Unternehmen, was den Bedarf an einem koordinierten, sektorübergreifenden Energiemanagement verstärkt. Die bisherigen Aktivitäten haben verdeutlicht, dass insbesondere die Kombination landwirtschaftlicher, industrieller und kommunaler Ressourcen im Tiroler Unterland erhebliche Synergien für eine nachhaltige Energieversorgung bietet und als Modellregion für Tirol dienen kann.
Projektziel:
Das Projekt verfolgt das übergeordnete Ziel, ein nachhaltiges, regionales Energienetzwerk im Tiroler Unterland aufzubauen, das die vorhandenen Ressourcen effizient nutzt und einen signifikanten Beitrag zur Reduktion von CO₂-Emissionen leistet.
Ziel ist ein energetisches Lastmanagement zur optimalen Nutzung von Erzeugung und Bedarf, das zugleich durch lokale Energieproduktion die regionale Wertschöpfung stärkt.
Mehrwert & Nachhaltigkeit:
Das Projekt bietet der Region die Chance, ihre ungenutzten Potenziale für erneuerbare Energie systematisch zu erschließen und eine resiliente, eigenständige Energiezukunft mitzugestalten. Durch die sektorenübergreifende Zusammenarbeit werden Synergien nutzbar gemacht, Abhängigkeiten von fossilen Energien reduziert und neue wirtschaftliche Perspektiven für Landwirtschaft, Gewerbe und Kommunen eröffnet. Gleichzeitig fördert das Projekt regionale Wertschöpfung, stärkt die Versorgungssicherheit und positioniert die Region als Vorreiterin im Bereich klimafreundlicher Energieinnovation. Die entwickelten Konzepte und Pilotlösungen sind übertragbar und tragen somit langfristig zu den nationalen und europäischen Klimazielen bei.