E-Region KUUSK

Gefördert durch Land und Europäische Union (EFRE).

Ausgangslage

Das Regionalmanagement Kufstein und Umgebung, Untere Schranne, Kaiserwinkl hat sich im Laufe der Periode 2014-2020 zum Ziel gesetzt maßgebliche Schritte hin zu einer energieeffizienteren und ressourcensparenden Region zu werden. Das Land Tirol will bis 2050 ein energieautonomes Bundesland werden. Um dieses Ziel zu erreichen werden Aktionen sowohl auf kommunaler als auch auf regionaler Ebenen notwendig. 

Das Regionalmanagement sieht sich als Aufgabe einen wichtigen Beitrag zur landesweiten Klimastrategie zu leisten und bei einem Umbau des Energiesystems weg von fossilen Energieträgern wie Öl, Kohle und Erdgas, zu unterstützen. In der Region beteiligen sich bereits 3 Gemeinden am e5 Programm für energieeffiziente Gemeinden. In diesem Programm wurden in unterschiedlicher Ausprägung bereits Akzente zu Energie- und Ressourceneffizienz gesetzt. Während öffentliche Gebäude in Kufstein bereits zu 100% und in Schwoich zu 90% aus erneuerbarer Energie beheizt werden, besteht in den anderen 10 Gemeinden eine andere Energiebilanz.

 Jedoch fehlt eine umfassende Lösung, die 

  • Nutzung von Erneuerbaren Energiepotentialen wie Wind, Biomasse, Sonne, Wirtschaftsdünger, Umweltwärme und Wasser     
  • Die Aufbesserung der AGWR-2 Datensätze, deren Verwaltung den Gemeinden obliegt
  • Das Aufzeigen von konkreten Maßnahmen zur Nutzung von oben genannten Potentialen
  • Darstellung in GIS Karten welche in Gemeindeeigene Systeme sowie in das Tiroler Rauminformationssystem (TIRIS) integriert werden.

Erstellung des Energieleitplans

  • Festlegung des Planungsgebietes und der genauen Inhalte der Erhebung
  • Zielfestlegung in den Gemeinden 
  • Modul 1: Grundlagenermittlung/Fortführung bestehenden Energieleitplanes für Kufstein
  • Modul 2: Detailerhebung
  • Modul 3: Planerstellung, Szenarien
  • Öffentliche Präsentation der Ergebnisse/Szenarien
  • Kostenschätzung 

Bisherige Umsetzung

Klären der Verantwortlichen

Der erste Schritt in der Projektumsetzung war das finden einer verantwortlichen Personen in den Gemeinden. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf die Position der Person innerhalb der Gemeinde geachtet. Präferiert wurden hier Gemeinderäte, Amtsleiter oder Leiter von Ausschüssen – dabei vor allem der Umweltausschuss. Hintergrund hinter dieser Präferenz war, dass die in den Treffen besprochenen Themen den Weg in die Gremien der Gemeinde finden sollen. Außerdem soll sich mit diesen Personen eine langfristige Partnerschaft entwickeln, um Projekte, die auf Grundlage von E-KUUSK entstehen, auch umsetzen zu können.

Grundlagenermittlung

In einem weiteren Schritt kam es dann zur Abfrage von AGWR 2 Datensätzen und deren Aufbereitung:
Dabei wurde mit den Bauämtern der Gemeinden Kontakt aufgenommen, da die Daten bei der Statistik Austria nur von den Gemeinden selbst zu bekommen sind. Diese Daten wurden an Wasser Tirol, als ausführendes Unternehmen, übermittelt. Die erhaltenen Daten wurden in GIS Datensätze übertragen und so eine Gebäudescharfe Darstellung der Ergebnisse ermöglicht. Die Grundlagenermittlung ist am 08.09.2020 zu ca. 60% abgeschlossen.

Detailerhebung:

In einer ersten Arbeitssitzung wurden die vorläufigen Ergebnisse (vor der Datenverdichtung) besprochen. Diese wurden in 10 von 12 Gemeinden durchgeführt. Eine zweite Gesprächsrunde ist im Verlauf des Projekts angedacht. Anwesend waren dabei immer zwei bis drei Vertreter des Unternehmens Wasser Tirol, der Energiebeauftrage der Region sowie ein bis drei Gemeindevertreter – je nach Wissensstand des Verantwortlichen. Dabei ging es um eine Plausibilisierung der Daten. Vor allem die Anzahl der Gebäude, Einwohner, Bevölkerungsentwicklung, Entwicklung der Infrastruktur (z.B. Ausbau von Gasleitungen) usw. Dabei wurden auch erste Ausschnitte von Plänen mit den Gemeindevertretern besprochen, um den Gemeinden eine den Stand des Projekts näher zu bringen und ihnen die Möglichkeiten, welche sich, nach Abschluss des Projekts eröffnen, aufzuzeigen. Ein weiterer wichtiger Aspekt war das Besprechen der Möglichkeiten zur Datenverdichtung. Dabei wurden mögliche Herangehensweisen besprochen. Zum Beispiel das Heranziehen der lokalen Kaminkehrer, da diese oft sehr gute Aufzeichnungen über die eingesetzten Energieträger besitzen. 

Planerstellung

Die Planerstellung ist zu ca. 25% abgeschlossen und ist von dem Infromationsrückfluss aus den Gemeinden abhängig. Dabei gibt es zur Zeit der ersten Teilabrechnung noch recht große Unterschiede zwischen den Gemeinden, was den personellen Ressourcen in den Gemeindeämtern geschuldet ist.

Bildquelle: http://www.thermocom.at/elektrische-energie/